Fleisch, Tod, Knochen und Gesang ist ein Buch, das in The Knife of Dunwall gefunden werden kann. Darin erzählt ein Fleischer von seiner Frau und über seine Arbeit.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[Auszug aus dem Tagebuch eines Fleischers]

Leona sieht besorgt aus, wenn ich abends nach Hause komme. Sie sucht nach dem gewissen Funken, nach unserer Liebe und dem Leben, das wir gerade einmal zwei Jahre zuvor hatten. Alle unsere Ambitionen.

Aber je mehr sie an mir zerrt, umso mehr ärgere ich mich über sie. Umso mehr verdränge ich all das.

Als ihr Vater an der Frachtstation ums Leben kam, gab ich mein Studium an der Akademie der Naturphilosophie auf. Ihre Finanzen waren so hoffnungslos schlecht, mit so vielen Schulden bei noch mehr Schuldnern, dass ihre Mutter und ihre jüngeren Brüder ruiniert gewesen wären, hätte ich es nicht getan. Meine Arbeit ernährt uns alle und sorgt dafür, dass wir dem verschrumpelten alten Blutsauger Wainright die Miete zahlen können

Ich hasse meine Arbeit, aber zu Zeiten der Seuche muss man alles dafür tun, nicht in einem Meer von Verzweiflung, Blut und Ratten unterzugehen. Es gibt Schutzgelder, die man der Stadtwache des Lordregenten und den Totenzählern von Justiziar Arnold Timsh zahlen muss. Wer den falschen Bürokraten beleidigt, findet sich schnell im Überschwemmten Bezirk wieder. Also muss ich arbeiten gehen.

Jeden Tag treibe ich meine schreiende Säge in die Leiber der Bestien, deren Augen weit geöffnet sind. Ich habe sie jahrelang in der Akademie und bei zahlreichen Exkursionen studiert. Die Falschheit meines Tuns im Schlachthaus sitzt mir wie ein Tumor im Kopf. Die ersten Monate arbeitete ich wie betäubt. Dann war ich hauptsächlich wütend. Jetzt verheilt auch diese Wunde langsam. An manchem Tagen fühlte ich sogar so etwas wie Macht. Meine ganze Existenz gründet sich auf Fleisch. Es gibt nur noch Fleisch, Tod, Knochen und Gesang. Die furchteinflößenden Gesänge, die mich jetzt im Schlaf heimsuchen.

Ich blicke in die riesigen Augen, während ich ihnen langsam das Leben entziehe. Es gibt irgendwie eine tiefe Verbindung zwischen uns: Die Bestie weiß, dass ich immer wieder zurückkehre, um neue Teile zu entfernen. Manchmal stunden-, manchmal tagelang.

Sie singen für uns, ein Grabgesang, der mich erzittern lässt.

Leona und ich teilen uns ein Bett, doch je mehr sie versucht, mich etwas fühlen zu lassen, desto mehr ziehe ich mich zurück. Der Mensch, der ich einmal war, ist schon lange tot.

Fundort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Mission Big Boss am Anfang in einem Haus

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